Wer selbstständig erwerbend ist, kann gemäss Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) einen Antrag auf Entschädigung via EO beantragen.

Eine Zusammenstellung der Informationen dazu finden Sie hier: Bundesamt für Sozialversicherungen BSV

Bei dieser Entschädigung geht es nicht um konkret ausgefallene Veranstaltungen, sondern um einen Erwerbsausfall, der aufgrund der Massnahmen des Bundesrates zur Bekämpfung des Coronavirus entstanden ist. Die Entschädigung beträgt 80% des durchschnittlichen Bruttoerwerbseinkommens, das vor Beginn des Anspruchs auf die Entschädigung erzielt wurde, höchstens aber 196 Franken pro Tag. Ausbezahlte Beträge müssen nicht zurückbezahlt, aber voraussichtlich als Einkommen versteuert werden.

Die Gesuche für diese Entschädigungen werden über die zuständigen AHV-Ausgleichkassen abgewickelt.

 

Wiedererwägungsgesuche bei zu tiefer Entschädigung

Viele Kulturschaffende haben aufgrund der bisherigen Berechnungsmethode der Ausgleichskasse, eine lächerlich tiefe Entschädigung erhalten oder wurden von der Regelung ausgeschlossen. Wenn Ihr Antrag abgelehnt wurde oder Sie einen viel zu tiefen Betrag erhalten haben, können Sie bei der kantonalen Ausgleichskasse ein Wiedererwägungsgesuch stellen, damit sich die Ausgleichskasse auf die letzte definitive Beitragsverfügung / Schlussrechnung stützt und nicht auf das geschätzte Einkommen.

Bundesamt für Sozialversicherungen BSV: Kreisschreiben

SRF Kassensturz vom 19.5.2020: Corona-Erwerbsersatz – Selbständige im Abseits

SONART Musikschaffende Schweiz stellt eine Vorlage für Wiedererwägungsgesuche zur Verfügung.