Type: National
Rubrique: Concours
Date limite: 14. février 2026


Call to action: Start Ausschreibung
Ein Aufruf an Künstler*innen und Kollektive zum Mitmachen.
un—realized: Ein neuer Kunstpreis für die Schweiz.

«Die Stiftung Bilas möchte mit dem un—realized Art Prize den Moment stärken, in dem Kunst entstehen kann, damit kreative Ideen Raum finden und wachsen können.» Stiftung Bilas, Bern

Mit dem un—realized Art Prize entsteht in der Schweiz ein neuer Preis, der die kreative Idee ins Zentrum rückt. Er unterstützt künstlerische Konzepte, die im Kopf existieren und noch unrealisiert sind. un—realized macht sichtbar, was oft unsichtbar bleibt. Initiatorin des neuen Kunstpreises ist die Bilas Stiftung mit Sitz in Bern. Die erste Ausschreibung ist gestartet!

Gesucht: die besten unrealisierten Projekte
Im Mittelpunkt steht der Möglichkeitsraum der Kunst: un—realized fordert Kunstschaffende und Kollektive in der Schweiz dazu auf, ihre un- realisierten Projekte einzureichen.
Der un—realized Art Prize schliesst eine Förderlücke: Er unterstützt künstlerische Projekte in einer Phase, bevor sie Form angenommen haben. Er deckt Unrealisiertes auf und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Idee als Ausgangspunkt jedes eigenständigen Kunstwerks. Der Preis fördert Konzepte, die in der Vorstellung existieren — Konzepte, die zwischen Vorstellung und erster Form liegen — als Skizzen, Recherchematerial, Modelle oder Zeichnungen.

Damit stärkt der Preis erstens die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen in der Schweiz und zweitens die kulturelle Relevanz des Denkens, des Entwerfens und des Experiments.

Der un—realized Art Prize versteht Kunst nicht nur als fertiges Objekt, sondern als lebendige Praxis — sie existiert schon in einem Gedanken, in einer Skizze, in einer Anweisung. Kunst ist nicht nur das, was sichtbar wird, sondern auch das, was gedacht und vielleicht nie realisiert wird.

Fokus Idee
Ende der 1960er-Jahre sprach die Kunst- kritikerin Lucy Lippard von der «Demateriali- sierung des Kunstwerks» — dem Moment, in dem die Idee wichtiger wird als das Objekt. In der Architektur ist das Unrealisierte selbstver- ständlicher Teil des kulturellen Gedächtnisses — mit ikonischen Beispielen wie den nie gebauten Entwürfen von Mies van der Rohe oder Adolf Loos. In der bildenden Kunst bleiben nicht realisierte Werke oft unsichtbar.

Die vom Schweizer Kurator Hans Ulrich Obrist mitinitiierte Agency of Unrealized Projects (AUP) hat die Bedeutung des Nicht-Verwirklichten erstmals systematisch beleuchtet — das künstlerische Potenzial, das in der Skizze, dem Frag- ment und der Idee liegt. Der un—realized Art Prize knüpft an diesen Diskurs an und schafft in der Schweiz eine Plattform, die diesen Möglichkeitsraum stärkt und weiterträgt.

Förderung & Jury
Eine unabhängige Jury wählt aus allen Eingaben fünf Projekte für die Shortlist aus. Vier Projekte werden mit je CHF 3’000 für die Idee aus- gezeichnet. Dem Gewinnerprojekt werden CHF 20’000 für die Idee und die Realisierung zuge- sprochen. Die Präsentation erfolgt im Anschluss.

un— realized Art Prize 2026 – Jury
Mitchell Anderson • Künstler
Tasnim Baghdadi • Co-Leitung Migros Museum für Gegenwartskunst
Jasmine Gregory • Künstlerin
Prof. Dr. Chus Martínez • Kunsthistorikerin und Kuratorin
Oskar Weiss • Galerist & Verleger

Der Preis startet 2026 in Bern und wird ab 2027 jährlich in wechselnden Schweizer Städten realisiert. Die erste Ausgabe des un—realized Art Prize wird im Spätsommer 2026 in der Kunsthalle Bern präsentiert. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer öffentlichen Feier statt.

Phasen
• Start der Ausschreibung: 19. November 2025
• Eingabeschluss: 14. Februar 2026
• JuryAuswertung: März 2026
• Bekanntgabe der ausgewählten Projekte: April 2026
• Preisverleihung und Präsentation des realisierten Gewinnerprojekts: 27. 08. 2026, Kunsthalle Bern

Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und das Bewerbungsformular unter:
www.un-realized.ch

Ein neuer Preis für die Schweizer Kunst
Der un—realized Art Prize ist eine Initiative der Stiftung Bilas. Der Preis fördert das Potenzial des Unvollendeten und anerkennt den Möglichkeitsraum der Idee als eigenständiges Werk. Er richtet sich an Kunstschaffende und Kollektive in der Schweiz. Die Stiftung Bilas ist in Bern zu Hause und fördert soziale, kulturelle und künst- lerische Initiativen.
www.bilas.ch

Medienstelle
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Kunsthalle Bern
Die erste Ausgabe des un—realized Art Prize findet in der Kunsthalle Bern statt, die als Austragungsort fungiert.
www.kunsthallebern.ch




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